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«Auf dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt, in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.“ Mit diesem Psalm beginnt seine letzte Predigt im Aachener Dom am 31.12.1993. Bischof Klaus Hemmerle ist bereits schwer von der Krankheit gezeichnet.

“Gott, du hältst mich aus, wie ich bin.

Gott, du hältst diese Welt aus, wie sie ist.

Gott, du hältst diesen Nächsten aus, wie er ist.

Ausgehalten werden von ihm, der herniedersteigt, der sich entäußert und Knechtsgestalt annimmt, das ist der einzige Weg, in dem sich uns das Tor zur Hoffnung wieder öffnet.

Ihn annehmen als den, der uns zuvor angenommen hat.

Von ihm uns tragen lassen.

Es glauben, dass wir ausgehalten sind.

Das ist das Nadelöhr, durch das wir den Faden der Hoffnung wieder eingefädelt bekommen.

Dieser Gott kann wahrhaftig Hoffnung geben.

Und hier kann unsere Kirche mit all ihren Fehlern und Schwächen, mit all ihren zu großen und zu kleinen Forderungen und Anforderungen, hier kann sie etwas Ungeheures sein: eine Gemeinschaft von Menschen, die glauben, dass sie angenommen sind und ausgehalten sind, eine Gemeinschaft von Menschen, die einander aushalten.“

 

Aus: „Verliebt in Gottes Wort“, Leben, Denken und Wirken von Klaus Hemmerle, von Wilfried Hagemann, Echterverlag, S. 290-291