Der gute Hirt

Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Jesus ist die Tür zu den Schafen. Er sagt: Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (nach Joh 10,1-10)

Derzeit sind viele Diebe in der Öffentlichkeit unterwegs, die uns das Leben in Fülle rauben wollen und uns stattdessen ein Leben in beständiger sozialer Distanz und Angst vor den anderen anbieten.

Für jeden, für den der Tod das endgültige Ende seines Lebens ist, endet seine Freiheit mit der Angst vor seinem endgültigen Sterben.

Daher kann man mit seiner öffentlichen Androhung gut Angst machen und Menschen in Panik versetzen.

Wie kommen wir aus dem derzeitigen Wahnsinn wieder heraus?

Fakt ist: jeder, der das liest, wird zu 100% sterben; nur ein kleiner Anteil von uns schon im Jahr 2020 und nur ein kleiner Anteil an Covid 19.

Die meisten Menschen sterben, ohne ihr Leben in der Fülle gelebt zu haben, die uns Jesus in diesen Bibelworten verspricht.

Der un-heilsame Lebensstil, den sie in den Jahrzehnten ihres Lebens ausgelebt haben, hat sie innerlich schon vor ihrem physischen Tod innerlich ab-sterben lassen:

  • zu viel von dem, was Körper und Psyche krank macht gierig in sich hineinstopfen
  • zu schnell durch das Leben rasen, ohne Zeit für Stille und Muße
  • zu wenig echte, tiefe Beziehungen mit Bereitschaft zur Hingabe an den anderen, die zu innerer Freude und echter Befriedigung führen

Immer wieder begegne ich Menschen, die schon innerlich tot wirken, obwohl sie noch leben.

Wir müssen hinaus aus der Angst, die uns in die Hände der „Diebe und Räuber“ dieser Welt treiben, die uns das Leben in Fülle stehlen!

Es. gibt ein Leben vor dem Tod und das will gelebt werden: lachen, weinen, lieben, sich um andere sorgen, leiden und mit-leiden, tanzen, umarmen, beisammen sein … – Hingabe an das Leben, so wie es ist.

Lassen wir uns unser Leben nicht rauben!

Leben wir die Fülle dessen, was möglich ist unter den Masken und Abständen.

Egal wie lange dein Leben noch dauert: am Ende steht immer Jesus Christus und erwartet dich mit offenen Armen. Und sagt: Hab keine Angst, ich habe den Tod besiegt.

Es gibt eben auch das Leben nach dem Tod. Und alle, denen dieser Glaube geschenkt ist, können den Tod in einer Freiheit sehen, die sich nicht mit Angst unterdrücken lässt.

Frohe Botschaft nach Johannes: 4. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A Joh 10,1-10, (Einheitsübersetzung)

1 Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. 3 Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. 4 Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. 5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. 6 Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. 7 Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. 8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. 9 Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

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